VL-Valuefonds

Fondsmanager von VL-Valuefonds investieren hauptsächlich nach dem "Value-Ansatz". Diese Anlagestrategie bevorzugt unterbewertete Unternehmen, die ein unterdurchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweisen und verlässlich wachsen. Als gegensätzliche Anlagestrategie gilt der "Growth-Ansatz", bei dem weniger die Unternehmensbewertung, sondern vielmehr die momentane Wachstumsdynamik die Titel-Auswahl bestimmt.

VDAX-NEW

Der VDAX-NEW (Abkürzung für „DAX-Volatilitätsindex Neu“) bildet die erwartete Volatilität (Schwankungsbreite) der Standardwerte im DAX für die nächsten 30 Tage ab. Der Volatilitätsindex (Vorgängerbezeichnung: nur „VDAX“) wird auch „Angstbarometer“ genannt, da dieser bei einem hohen Stand auf einen Markt mit starken Kursschwankungen hinweist und bei einem niedrigen Stand auf einen ruhigen Markt.

Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Rund 20 Millionen Angestellte in Deutschland haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL) ihres Arbeitgebers. Aber nicht alle Anspruchsberechtigte machen davon Gebrauch. Dabei macht sich das Ansparen auch kleiner VL-Beträge bezahlt. Und der Aufwand ist gering. Die VL-Leistung ist ein Geschenk vom Arbeitgeber. Warum die Finanzspritze also nicht für den eigenen Vermögensaufbau nutzen? Zwar sind vermögenswirksame Leistungen freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, für viele Berufe werden sie aber garantiert. Je nach Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag gibt es monatlich zwischen 6,65 und 40 Euro auf das Gehalt oben drauf. Wer nicht den vollen Betrag vom Arbeitgeber erhält, kann selbst aufstocken. Auch Arbeitnehmer, die nur geringe oder keine vermögenswirksamen Leistungen vom Betrieb erhalten, können einen VL-Vertrag abschließen und VL-Beträge aus eigener Tasche beisteuern. Das lohnt sich, wenn Sie Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage (staatliche Prämie) haben oder es einen Mindestsparbetrag bei dem gewünschten VL-Produkt gibt. Bei der Anlage des Geldes haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen VL-Anlageformen. Die renditeträchtigste Anlageform sind VL-Aktienfondssparpläne. Nachfolgend weitere VL-Infos, kompakt aufgezeigt: Für VL-Fondsanleger, die den staatlichen VL-Zuschuss (Arbeitnehmersparzulage) in Anspruch nehmen wollen gilt: 1) Einkommensgrenzen beachten. 2) Die gesetzliche VL-Sperrfrist beginnt am 1. Januar des Jahres, in dem die erste VL-Überweisung bei der Depotbank (z. B. FFB) eingegangen ist, und endet am 31.12. des siebten Jahres. 3) Die VL- Mindestlaufzeit beträgt sieben Jahre; sechs Jahre zahlt Ihr Arbeitgeber in Ihren VL-Fondssparplan ein (insgesamt 72 VL-Zahlungen), anschließend ruht der Vertrag. Die VL-Ruhephase endet am 31.12. des siebten Jahres. 4) Eine Auflösung des VL-Sparvertrags während der Sperrfrist ist möglich, hat jedoch meistens den Verlust der Arbeitnehmersparzulage zur Folge. 5) Eine prämienunschädliche Auflösung des VL-Vertrages ist bei Vorliegen unter Nachweisung eines der folgenden Gründe möglich: völlige Erwerbsunfähigkeit oder Tod des VL-Sparers oder des Ehepartners, Arbeitslosigkeit des VL-Sparers (mind. ein Jahr), Heirat des VL-Sparers (wenn der Vertrag bereits zwei Jahre besteht), Selbständigkeit des VL-Sparers oder wenn der Erlös des VL-Vertrages für die Weiterbildung des VL-Sparers oder seines Partners verwendet wird. 6) Die vom Finanzamt gewährte Arbeitnehmersparzulage wird nach Ablauf der Sperrfrist Ihrem Depot in Anteilen des für die VL-Anlage gewählten Fonds gutgeschrieben. 7) Nach Ablauf des Vertrags steht Ihnen das Guthaben zur freien Verfügung. 8) Ausführliche Infos zum Thema "Arbeitnehmersparzulage" finden Sie in unserem VL-Glossar. Für alle VL-Fondsanleger gilt: 1) Auch ohne Arbeitnehmersparzulage lohnt sich das Extra-Geld vom Arbeitgeber abzugreifen und es vermögenswirksam zu vermehren. 2) Ein Depot, für das ein VL-Sparvertrag abgeschlossen wird, kann nur auf den Namen des Arbeitnehmers als Einzeldepot eröffnet werden. 3) Die VL-Anlage kann nur in einem Fonds erfolgen und nicht auf mehrere Fonds aufgeteilt werden. 4) Eine Auflösung des VL-Sparvertrags ist jederzeit möglich. 5) Teilverfügungen aus dem VL-Vertrag sind während der VL-Laufzeit nicht möglich. 6) Ein VL-Sparvertrag kann vorübergehend ausgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden. Die Sperrfristen ändern sich dadurch nicht. 7) Bei einem Arbeitgeberwechsel kann die VL-Zahlung auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden; der VL-Vertrag läuft dann einfach weiter. 8) Bei Arbeitslosigkeit stellt der Arbeitgeber die VL-Zahlungen ein; der VL-Vertrag ruht dann oder kann aufgelöst werden. 9) Nach dem Ende der Einzahldauer können Sie einen Folge-VL-Sparvertrag beginnen. 10) Sie müssen sich den Fondssparplan am Laufzeitende nicht auszahlen lassen, Sie können Ihr Fondsvermögen auch im Depot belassen und mit den Folgeeinzahlungen zur Altersvorsorge ausbauen. 11) Das Fondsguthaben in Ihrem VL-Depot ist als Sondervermögen zu 100 % geschützt. 12) Die erwirtschafteten Kapitalerträge sind wie andere Geldanlagen auch steuerpflichtig. Daher sollten Sie beim Anlageinstitut, z. B. bei der FFB, einen Freistellungsauftrag einrichten. 13) Ein Depot mit einem VL-Sparplan kann innerhalb eines Anlageinstituts (z. B. FFB) mittels Vermittlerwechsel kostenlos auf einen anderen VL-Vermittler übertragen werden. Sonderfall in einigen Branchen: Altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL): In einigen Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie werden die vermögenswirksamen Leistungen (VL) in Form von sogenannten altersvorsorgewirksamen Leistungen (AVWL) gezahlt. Im Gegensatz zu den sonst üblichen vermögenswirksamen Leistungen können Sie nicht selbst bestimmen, wie das VL-Geld angelegt wird. Das VL-Geld muss für die betriebliche oder private Altersvorsorge aufgewendet werden. Mögliche Anlagearten sind ein Riester-Vertrag, eine arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge (Entgeltumwandlung) oder eine arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente. Bei der VL-Variante „altersvorsorgewirksame Leistungen“ haben Sie keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage und erhalten Ihr Geld erst im Rentenalter.

Verwahrstelle

Wo lagern die Aktien in Investmentfonds? Aus Gründen des Anlegerschutzes ist jede Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, ihr Fondsvermögen bei einer unabhängigen Verwahrstelle zu deponieren. Kauft eine Kapitalverwaltungsgesellschaften (Fondsgesellschaft) z. B. Aktien, werden diese bei einer Verwahrstelle deponiert. Mittlerweile lagern deutsche Fondsgesellschaften über zwei Billionen Euro an Vermögensgegenständen.

VIX

Der VIX (Abkürzung für „Chicago Board Options Exchange Volatility Index“) misst die zu erwartende Schwankungsbreite des Aktienindex S&P 500 für die nächsten 30 Tage. Wenn der Wert über 30 liegt, ist der Markt eher volatil, ein Wert unter 20 spricht eher für einen Markt mit geringen Kursschwankungen. Der VIX wurde 1993 erstmals von der Terminbörse in Chicago (CBOE) berechnet und wird täglich veröffentlicht.

VL-Bescheinigung

Um die Arbeitnehmer-Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen beantragen zu können, stellte das Anlageinstitut, z. B. die FFB, bisher dem Anleger jährlich die Bescheinigung "Anlage VL" in Papierform aus. Diese Bescheinigung war der Steuererklärung beizufügen. Die "Anlage VL" erbrachte den Nachweis der vermögenswirksamen Leistungen gegenüber dem Finanzamt. Mit dem "Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz" vom 26.6.2013 wurde gesetzlich festgelegt, dass die Arbeitnehmer-Sparzulage künftig nicht mehr mittels der "Anlage VL" in Papierform beantragt werden soll, sondern dass dafür eine elektronische Vermögensbildungsbescheinigung eingeführt wird (§ 13 Abs. 1 des 5. VermBG). Das Verfahren der elektronischen Vermögensbildungsbescheinigung wird erstmals für vermögenswirksame Leistungen, die ab dem 1. Januar 2017 angelegt werden, angewendet. Die VL-Daten werden von den Anlageinstituten ab 2018 elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt. In Papierform wurde die "Anlage VL" letztmalig für das VL-Jahr 2016 ausgestellt.

Volatilität

Die Volatilität ist ein Risikomaß und bildet die Wertschwankungen eines Wertpapiers (vor allem Aktien) in einem bestimmten Zeitraum ab. Damit können Marktschwankungen statistisch erfasst werden. Die Volatilität ist hoch, wenn ein Wert stark und häufig schwankt.