Elektronische VL-Bescheinigung

Die VL-Bescheinigung erbringt den Nachweis der vermögenswirksamen Leistungen gegenüber dem Finanzamt. Um die Arbeitnehmer-Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen beantragen zu können, wurde in der Vergangenheit dem Anleger von dem Anlageinstitut, z. B. der FFB, jährlich die Bescheinigung "Anlage VL" in Papierform ausgestellt. Mit dem "Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz" vom 26.6.2013 wurde gesetzlich festgelegt, dass die Arbeitnehmer-Sparzulage künftig nicht mehr mittels der "Anlage VL" in Papierform beantragt werden soll, sondern dass dafür eine elektronische Vermögensbildungsbescheinigung eingeführt wird (§ 13 Abs. 1 des 5. VermBG). Dieses elektronische VL-Verfahren ist erstmals anzuwenden für vermögenswirksame Leistungen, die nach dem 31.12.2016 angelegt werden. Somit hat die erstmalige Übermittlung für die in 2017 angelegten vermögenswirksamen Leistungen spätestens bis zum 28.2.2018 zu erfolgen. Für nach dem 31.12. 2016 angelegte vermögenswirksame Leistungen sind damit keine Papierbescheinigungen (Anlage VL) mehr auszustellen. Auch in den Folgejahren ist das Anlageinstitut verpflichtet, dem Finanzamt jeweils bis zum 28.2. des auf das Zulagejahr folgenden Kalenderjahres die elektronische Vermögensbildungsbescheinigung per amtlichem Datensatz zu übermitteln. Die elektronische Vermögensbildungsbescheinigung umfasst folgende Daten: Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Steuer-Identifikationsnummer des Anlegers. Außerdem Anlageart und den jeweils Zulage begünstigt angelegten Jahresbetrag der vermögenswirksamen Leistung, das Kalenderjahr, dem diese vermögenswirksamen Leistungen zuzuordnen sind sowie das Ende der für die gewählte Anlageform vorgeschriebenen Sperrfrist. Der Anleger hat künftig gegenüber dem Anlageinstitut die Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung zu erteilen. Die erteilte Einwilligung gilt für die Folgejahre fort. Der Anleger hat die Möglichkeit, die erteilte Einwilligung jeweils vor Beginn des neuen Anlagejahres zu widerrufen.

Emerging Markets

Als Emerging Markets (zu Deutsch aufstrebende Märkte oder auch Schwellenländer genannt) werden in der Finanzbranche Länder bezeichnet, die sich auf der Schwelle zwischen einem Entwicklungsland und einer Industrienation befinden. Dazu zählen zum Beispiel China, Indien, Südafrika, Brasilien, Mexiko, Russland, Türkei, Thailand, Ungarn, Polen, oder Rumänien. Die Emerging Markets zeichnet ein hohes Wirtschaftswachstum aus, oftmals aber auch eine hohe Inflationsrate und instabile politische Verhältnisse. Schwellenländer befinden sich meist in dem Stadium, wo die Wirtschaft umgebaut wird, weg von der Agrarwirtschaft, hin zur Industrialisierung.

ESG-Kriterien

ESG steht im englischen für „Environment Social Governance“, auf Deutsch Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Nach ESG-Kriterien werden Unternehmen in Bezug auf ihre Entscheidungen und ihre Praxis für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bewertet. Nachhaltige Rating- und Research-Agenturen arbeiten mit den ESG-Kriterien und nachhaltige Geldanlagen beziehen diese in ihrer Finanzanalyse mit ein. So werden bei einem Nachhaltigkeitsfonds die enthaltenen Unternehmen vom Fondsmanager nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt und Konzerne die beispielsweise in den Bereichen Atomkraft, Waffen, Menschen- und Arbeitsrechte engagiert sind, ausgeschlossen.

VL-ETF

VL-ETF investieren vor allem in ETF (Exchange Traded Funds). Indexprodukte wie ETF und Indexfonds setzen auf ein passives Management. Hierbei wird ein bestimmter Index nachgebildet (z. B. DAX). Klassische Investmentfonds hingegen werden aktiv gemanagt. Der Fondsmanager übernimmt aktiv die Auswahl der Wertpapiere, welche in den Fonds aufgenommen, gehalten oder wieder veräußert werden. Letztendlich entscheidet der Fondsmanager über die Zusammensetzung des Fondsvermögens. Bei ETF und Indexfonds bestimmt der zugrunde gelegte Index (z. B. DAX) die Zusammensetzung des Fondsvermögens. Der Preis eines ETF wird an der Börse fortlaufend angepasst. Beim Indexfonds wird der Anteilspreis einmal täglich von der Depotbank festgelegt.

Ethische VL-Fonds

Bei ethischen VL-Fonds wählen die Fondsmanager die Titel überwiegend nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien aus. Weitere Informationen über ethische Fonds finden Sie auf der Seite Nachhaltigkeitsfonds von handle fair.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 gilt als eines der führenden Börsenbarometer Europas und setzt sich aus den 50 wichtigsten und größten, börsennotierten Unternehmen der Europäischen Währungsunion zusammen. Auswahlkriterium ist dabei die Marktkapitalisierung bezogen auf den Streubesitz, wobei die Gewichtung der Einzelwerte auf 10 Prozent begrenzt ist. Große Vertreter des Euro Stoxx 50 sind z. B. Unilever, SAP und L’Oréal.

VL-Eurolandfonds

VL-Eurolandfonds investieren überwiegend in Aktiengesellschaften aus dem Euroraum. Die Eurozone (Euro-Währungsgebiet / Euro-Raum) umfasst die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Euro als offizielle Währung eingeführt haben, derzeit 19 Staaten: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern.

VL-Europafonds

VL-Europafonds legen überwiegend in Aktien von Unternehmen an, die an europäischen Börsen notiert sind mit Sitz oder überwiegender Geschäftstätigkeit in Europa. Mit einer Fläche von rund 10 Millionen Quadratkilometern und über 700 Millionen Einwohnern gehört Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Bedeutende politische Bündnisse Europas sind vor allem der Europarat (kümmert sich um Menschenrechte, Demokratie , Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftlicher/sozialer Fortschritt etc.) und die Europäische Union: Verbund von derzeit 28 Mitgliedstaaten, zweitgrößter Wirtschaftsraum der Welt, größter Binnenmarkt weltweit.

VL-Europafonds (ohne Großbritannien)

VL-Europafonds, die Großbritannien bei ihrem Europa-Investment ausschließen.

Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die oberste Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die EZB wurde 1998 gegründet und ist für die Geldpolitik der Eurozone verantwortlich, ihre Hauptaufgabe besteht darin für Preisstabilität zu sorgen. Mithilfe des Leitzinses kann sie Einfluss auf die Inflation nehmen und so mögliche Schwankungen ausgleichen. Das Erreichen von Wachstums- und Beschäftigungszielen gehört ebenfalls zu ihren wichtigsten Aufgaben.

Eurostat

Eurostat oder auch ESTAT genannt (Statistische Amt der Europäischen Union) wurde 1953 gegründet und hat seinen Sitz in Luxemburg. Zu den Hauptaufgaben von Eurostat gehört die Versorgung anderer europäischer Institutionen und der EU-Kommission mit Statistiken, ebenso werden Daten für Konzeption, Durchführung und Analyse der Gemeinschaftspolitik geliefert.

Export

Exporte (auch Ausfuhren genannt) ist im Außenhandel die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen, die in das Ausland verkauft werden. Exportgüter sind unter anderem: Rohstoffe, Handelswaren, Investitionsgüter (Maschinen), Fahrzeuge.

EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die oberste Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die EZB wurde 1998 gegründet und ist für die Geldpolitik der Eurozone verantwortlich, ihre Hauptaufgabe besteht darin für Preisstabilität zu sorgen. Mithilfe des Leitzinses kann sie Einfluss auf die Inflation nehmen und so mögliche Schwankungen ausgleichen. Das Erreichen von Wachstums- und Beschäftigungszielen gehört ebenfalls zu ihren wichtigsten Aufgaben.