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Wirtschaft, Börsen, Konjunktur: 2017 großartig! Und 2018?

2017 war ein Jahr, in dem Rückschläge, Korrekturen und vor allem Schwankungen so gut wie gar nicht vorkamen. Weltweit stiegen die Aktienmärkte um 16 Prozent, die Schwellenländern wie Indien, China, Russland, Brasilien und Co. erreichten eine Wertsteigerung von 25 Prozent, der DAX kletterte um rund 13 Prozent und die europäischen Werte legten 8 Prozent zu. Die USA brachte es mit dem Dow Jones und dem Nasdaq Composite auf jeweils rund 25 Prozent und den breitgefassten S&P 500 auf rund 20 Prozent. Der TecDax erreichte sogar ein sattes Kursplus von 40 Prozent. Global gesehen war der Technologiesektor das große Zugpferd, und auch 2018 soll ein gutes Jahr für Technologiewerte werden. Einzig bei den Rohstoffen lief es 2017 nicht ganz so gut. Sie verbuchten einen Wertverlust auf breiter Front, auch wenn sich Öl um rund 16 Prozent verteuerte.

Vor allem in der zweiten Hälfte 2017 konnten die Märkte stark zulegen und zum Teil neue historische Höchststände erzielen, wie beispielsweise der DAX mit 13.525 Punkten. Treibende Faktoren für die Anlageklasse Aktien waren gute Konjunkturdaten für Europa, vor allem für Deutschland – hier durch den Höchststand des ifo-Index zum Ausdruck gebracht. Aber auch Nordamerika, Japan und für die meisten asiatischen Volkswirtschaften verbuchten eine gute Konjunkturentwicklung. Diese Entwicklung wurde von moderaten Verbraucherpreisen, guten Unternehmensgewinnen und der insgesamt lockeren Geldpolitik der Notenbanken unterstützt.

Und 2018? Die Prognosen sind optimistisch, die Sorglosigkeit hoch und die Angst niedrig. Am Aktienmarkt liegt der Volatilitätsindex VDAX-NEW in Deutschland oder der VIX in den USA weiterhin auf historischem Tiefststand. Solange die Weltkonjunktur weiterhin einen synchronen Aufschwung erlebt, werden wohl die internationalen Börsen weiter boomen. Die gute Stimmung in der globalen Wirtschaft dürfte sich weiter fortsetzen. Die globale Gewinnerwartung an die Unternehmen soll 2018 bei knapp 10 Prozent liegen. Gewinner dürften asiatische Unternehmen sein, da sie von der starken Konjunktur in Japan, Europa und den USA profitieren. Alleine Südkorea, Malaysia und Taiwan exportieren fast Dreiviertel ihrer Waren in diese Regionen. US-Unternehmen könnten vor allem von der Steuerreform profitieren und für Europas Börsen sehen viele Anlageexperten Nachholbedarf. Deutschland dürfte hinsichtlich seiner Position in der Weltwirtschaft seine herausragende Stellung innehalten.

Auch wenn fundamental vieles für ein positives Wirtschafts- und Börsenjahr 2018 spricht, dürfen Risiken nicht ausgeblendet werden: Aus politischer Sicht sind die Wahlen in Italien, Russland, Mexiko und Brasilien von Bedeutung. Auch die europäische Schuldentragfähigkeit könnte wieder auf die Agenda der Märkte rücken und die Nachhaltigkeit des Euros erneut hinterfragen. Dann das Dauerthema „Schulden“: Nie zuvor gab es auf der Welt mehr davon, global sind sie auf über 230 Billionen US-Dollar angestiegen. Auch der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik der Notenbanken, vor allem der amerikanischen Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB), gilt als Risikofaktor. Und letztendlich haben sich durch die Rally der vergangenen Jahre – seit 2009 legen die Kurse an den internationalen Aktienmärkten zu – auch die Bewertungen für Aktien stark erhöht. Das gilt vor allem für die USA.

Fazit: Bei Abwägung von Chancen und Risiken überwiegen in 2018 aber die Chancen. Eines verspricht das neue Börsenjahr in jedem Fall: Es bleibt spannend!

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TOP Geldanlage 2017: Deutsche Aktien!

Aktienanleger konnten sich 2017 über hohe Renditen freuen. So betrug alleine der Wertzuwachs bei deutschen Standardaktien (Dax-Werte) im Durchschnitt gut 11 Prozent.

So wurden aus 10.000 Euro im Verlauf eines Jahres 11.100 Euro (siehe Grafik). Sparer, die auf Nummer sicher gehen wollten, mussten sich hingegen mit extrem niedrigen Zinsen abfinden. So verzinsten sich Sparbriefe, Spar- und Termineinlagen bei Banken nur im Promille-Bereich.

Und wer auf Bundesanleihen setzte, musste sogar mit Verlusten rechnen, weil die Kurse der Wertpapiere an den Börsen sanken. Auch mit dem Goldpreis ging es bergab: Betrachtet man die Entwicklung in Euro, so sank der Wert des Edelmetalls von Anfang 2017 bis Anfang 2018 um etwas mehr als ein Prozent.

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