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Verantwortungsbewusst und nachhaltig Geld anlegen!

Der Markt für nachhaltige Geldanlage wächst, alleine in Deutschland im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf rund 80 Milliarden Euro und laut einer Auswertung des Sustainable Business Institutes (SBI) steckten zum Ende des dritten Quartals 2017 in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengenommen rund 90 Milliarden Euro in nachhaltigen Publikumsfonds. Das war dreimal so viel wie im dritten Quartal 2007. Dabei richten Fondsanbieter ihre Depots anhand unterschiedlicher Kriterien aus. Die einen schließen Unternehmen, ganze Branchen oder Staaten aus, die etwa Waffen produzieren oder Menschenrechte missachten (Ausschlusskriterien). Andere filtern aus allen Branchen nach Kennzahlen und den Kriterien der Nachhaltigkeit die Besten heraus (Best-in-Class-Kriterien). Dazu kommen Themenfonds, die sich auf Zukunftssektoren wie Wasser oder Umwelttechnik fokussieren. Die Grenzen sind fließend, oft werden auch unterschiedliche Ansätze kombiniert.

Mittlerweile gilt jeder zweite angelegte Euro in Europa und jeder fünfte angelegte Dollar in den USA im weitesten Sinne als nachhaltig. Das Sustainable Business Institute (SBI) zählte Mitte 2017 rund 450 nachhaltige Publikumsfonds mit einem Volumen von 85 Milliarden Euro, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zugelassen waren. Davon waren etwa 220 reine Aktienfonds, dort liegt der Schwerpunkt. Immer mehr Anleger wollen ihr Geld ethisch und ökologisch korrekt anlegen, denn sie bevorzugen Unternehmen, die sich fair verhalten und mit Ressourcen schonend umgehen. Hierfür hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ (englisch: Sustainability) etabliert. Ein gängiger Ansatz für die Bewertung sind die sogenannten ESG-Kriterien (Environment = Umwelt, Social = Soziales, Governance = Unternehmensführung). Ein menschlicher Trend, dass Anleger nichts damit zu tun haben wollen, wenn Menschen ausgebeutet, Wälder abgeholzt, Meere verdreckt und Städte verpestet werden. Folglich werden die Bilanzen und Geschäftsberichte von Unternehmen verstärkt auf Nachhaltigkeit geprüft. So hat sich selbst in der profitorientierten Wirtschaft der Zeitgeist geändert. Früher galten Luft, Umwelt und Wasser als durchlaufende Posten der Betriebswirtschaft. Heute müssen sich Unternehmen mit Abgasnormen, Recycling und Wasseraufbereitung beschäftigen, und Fehltritte erzeugen in sozialen Netzwerken zunehmend Wellen der Verachtung. Außerdem lässt sich mittlerweile belegen, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der Berücksichtigung von ESG-Kriterien und der Finanzperformance von UntFösterrernehmen gibt. Dies ergab die bislang umfangreichste Meta-Studie aus dem Jahr 2015 vom Fondsanbieter Deutsche Asset Management und der Universität Hamburg. Die Autoren Friede, Lewis, Busch und Bassen haben rund 2.200 empirische Untersuchungen ausgewertet, die zwischen 1970 und 2014 erschienen sind. Anders ausgedrückt: Umweltbewusste und soziale Unternehmensführung lohnt sich.

Gerade Nachhaltigkeitsfonds legen besonders viele Ausschlusskriterien fest. So werden in dieser Fondsgattung Hersteller und Händler bestimmter Produkte kategorisch vermieden. Das sind fast immer Waffen, Alkohol, Pornografie, Tabak und Glücksspiel. Weitere Geschäfte wie Abtreibung, Gentechnik und Atomenergie können dazukommen. Verhaltenstechnisch gelten Kinderarbeit, Diskriminierung und Sklaverei als K.O.-Kriterien. Immerhin haben derzeit rund 9.700 Unternehmen weltweit auf Basis der UN Global Compact eine Selbstverpflichtung unterschrieben. Schon darin stehen zehn Prinzipien aus den Kategorien Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Anti-Korruption. Unternehmen, die ethische und soziale Kriterien berücksichtigen und Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln können, gehört die Zukunft. Fondsanleger können von diesem Trend profitieren. Laut einer Studie der Fondsgesellschaft Schroders unter 22.000 Anlegern weltweit messen vier von fünf Anlegern dem Thema heute eine größere Bedeutung bei als noch vor fünf Jahren und HSBC Global Asset Management hat ermittelt, dass fast 97 Prozent der europäischen und gut 85 Prozent der nordamerikanischen Anleger ihre Klimainvestitionen in den kommenden Jahren erhöhen wollen.

Fazit: Bewusste Anleger wollen neben der Erzielung von positiven Renditen auch etwas Positives bewirken. ESG und nachhaltiges Investieren (SRI = Socially Responsible Investments) sind mehr als ein Trend. Sie stellen Mittel für langfristiges und nachhaltiges Wachstum bereit.

  • Der Markt für nachhaltiges Investment
    Der Markt für nachhaltiges Investment
veröffentlicht am
  • Verantwortungsbewusster VL-Fonds für nachhaltig aktiv gemanagtes Investment:
    terrAssisi Aktien I AMI (DE0009847343)