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Die Zukunft steht vor der Tür – Technologietrends verschaffen uns Eintritt!

Die Digitalisierung – Fluch und Segen zugleich? Am laufenden Band warnen Studien vor dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Automatisierung. Wie viele neue Arbeitsplätze jedoch dadurch entstehen, bleibt dabei oft unklar. Fakt ist: In den nächsten 10 Jahren wird die Arbeit, so wie wir sie heute kennen, eine andere sein. Zukunftsforscher gehen davon aus, dass es in den letzten 300 Jahren weniger Veränderungen gegeben hat, als die nächsten 30 Jahre mit sich bringen werden. Vor allem soll es die Berufsgruppen treffen, die sich einfach digitalisieren, vernetzen und automatisieren lassen. Gleiches gilt für den automatisierten Transport, sobald Maschinen das Steuer übernehmen können. Künstliche Intelligenzen (KI) werden überall vorhanden sein, auch im Management. In China wurde eine Millionenstadt für ein Jahr lang in die Hand einer Maschine gegeben – statt von einem Bürgermeister verwaltete quasi eine Software die Stadt. Und wo mancher Arzt einige Zeit und viel Erfahrung benötigt, braucht Watson – die Künstliche Intelligenz (englisch: „Artifizielle Intelligenz“, AI) von IBM – nur ein paar Sekunden. Wenn der Mensch die richtigen Fragen stellt, wird KI in Zukunft die Diagnose und Vorschläge für die bestmögliche Behandlung von sich geben.

Hinter KI steckt auch jene Entwicklung, die „Industrie 4.0“ oder auch „4. Industrielle Revolution“ genannt wird. Durch das starke Wachstum im Robotikmarkt gibt es immer mehr Bereiche, in denen KI eingesetzt werden können, da der Datenaustausch zwischen einzelnen Maschinen schon heute im Cloud-Netzwerk stattfindet und somit die Verbindung zwischen der realen Welt der Fabrik und der virtuellen Realität immer näher rückt. Bis 2020 soll der Einsatz von Industrierobotern um jährlich 14 Prozent wachsen. Den größten Roboterbestand hatte 2017 China. Der amerikanische Markt wuchs um 9 Prozent, Europa mit 7 Prozent. China baut seine führende Stellung als weltgrößter Robotikmarkt weiter aus, als zweitgrößter Markt gilt Südkorea. An dritter Stelle folgt Japan, die führende Herstellernation für Robotersysteme.

Die Künstliche Intelligenz (KI) wird durch die unbegrenzten Fähigkeit der Datenverarbeitung weiter zunehmen, vor allem dank preiswerter Speicherkapazitäten, Cloud-Lösungen und weiter steigenden Prozessorgeschwindigkeiten. Die hinter der künstlichen Intelligenz stehenden Programme und Algorithmen sind bereits heute Teil unseres Lebens. Sie heißen „Siri“ (Apple), „Cortana“ (Microsoft), „Echo“ (Amazon) oder „Google Translate“ und sollen uns das Leben erleichtern. KI ist unsere Zukunft. Bis 2020 sollen im „Internet der Dinge“ bis zu 50 Milliarden Objekte vernetzt sein, die alle fortlaufend auswertbare Daten liefern. „Smart Home“ – das vernetzte Zuhause oder auch das selbstfahrende Auto sind die Stichworte aus unserer Alltagsanwendung dazu. Der Quantencomputer, der über ein ungeahntes Rechenpotential verfügt, wird beispielsweise die Verkehrssteuerung und die Diagnose von Krankheiten beschleunigen. Big Data, also das Verarbeiten und Speichern von immer größeren Datenmengen und ihre Analyse, wird eine Vielzahl von neuen Dienstleistungen ermöglichen. Branchen wie Robotik, die intelligente Mobilität, die Blockchain-Technologie und die Medizintechnik werden die Entwicklungen vorantreiben.

In unserer zukünftigen Welt werden kassenlose Supermärkte, personalisierte Medizin, automatisierte Landwirtschaftsprozesse und das selbstfahrende Auto selbstverständlich sein. Wobei unter autonomem Fahren allgemein verstanden wird: ins Auto einsteigen, Ziel eingeben, zurücklehnen und die voll automatische Fahrt genießen. Noch ist dies Zukunftsmusik – aber wie lange noch? Beim autonomen Fahren wird zwischen fünf Hierarchiestufen unterschieden: Bei Stufe 1 wird der Fahrer von wenigen Assistenzsystemen unterstützt. In Stufe 2 übernimmt das Auto schon einzelne Aufgaben, wie beispielsweise automatisches Einparken, Spurhalten und Stau-Assistent. Bereits in Stufe 3 fährt das Auto hochautomatisiert, wechselt selbstständig die Spur und passt die Geschwindigkeit an die Verkehrssituation an, allerdings wird der Fahrer regelmäßig aufgefordert, das Steuer zu übernehmen. Bei Stufe 4 übernimmt das Fahrzeug nahezu alle Funktionen und fordert den Fahrer nur noch in wenigen Fällen zum Eingreifen auf. Komplett autonom, ohne menschliches Zutun und Eingreifen, ist das Fahrzeug dann in Stufe 5 unterwegs.

Aktuell befinden sich die meisten Automobilhersteller entwicklungstechnisch bei Stufe 2 bis 3. Doch bereits in wenigen Jahren sollen hochautomatisierte Fahrzeuge Realität werden. So rechnet das Beratungsunternehmen Roland Berger bereits im Jahr 2020 mit Stufe-3-Fahrzeugen auf der Autobahn. Fünf Jahre später sollen diese Autos auch in urbanen Gegenden unterwegs sein und ab 2030 könnten völlig selbstständig fahrende Autos zum Straßenbild gehören. Allein bis zum Jahr 2020 rechnen die Autoexperten vom Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen mit einem Umsatz bei Assistenten und teilautomatisierten Systemen von etwa 55 Milliarden Euro. Für 2030 wird sogar ein Anstieg auf über 300 Milliarden Euro prognostiziert.

Fazit: Die Künstliche Intelligenz ist Teil unseres Alltags und wird ein Treiber unserer Zukunft sein. Wissen, Innovation und Technologie haben die Eigenschaft, sich nicht linear, sondern exponentiell zu entwickeln. Es ist nicht zu erwarten, dass dieser Trend abbrechen wird.

  • Die vier Sprünge der industriellen Revolution
    Die vier Sprünge der industriellen Revolution
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  • Richtungsweisender VL-Fonds für Technologietrends:
    Franklin Technology Fund (LU0109392836)
  • Weitreichender VL-Fonds für Trends weltweit:
    Pictet Global Megatrend Selection (LU0386885296)